Veranstalter und Beschicker zufrieden

Der Halbzeitbericht des Münchner Christkindlmarkt fällt durchwegs positiv aus

11.12.2009 - Bei milden Temperaturen genossen viele Münchnerinnen und Münchner, zusammen mit Gästen aus aller Welt, einen Besuch des Münchner Christkindlmarkts rund um den Marienplatz. Touristen bestaunten den großen Christbaum vom Samerberg und bummeln durch die weihnachtliche Budenstadt vor dem Rathaus.

Einheimische bevorzugten die heimeligen Nischen auf und trafen sich mit Freunden auf dem Kripperlmarkt am Rindermarkt oder in der „Marktgasse weihnachtlicher Erinnerungen“ am Marienhof, die sich in diesem Jahr einladend geschmückt mit neuen Torbögen präsentiert. Das Tourismusamt der Landeshauptstadt als Veranstalter und die Beschicker des Münchner Christkindlmarkts sind mit dem bisherigen Verlauf des traditionsreichen Weihnachtsmarkts zufrieden.

Besucheraufkommen

Das Tourismusamt der Landeshauptstadt München als Veranstalter des Christkindlmarktes schätzt das Besucheraufkommen zur Halbzeit auf rund 1,7 Millionen Gäste (2008: 1,6 Millionen). „Absolut touristischer Höhepunkt waren die Tage um das zweite Adventswochenende,“ so Tourismusdirektorin und Marktleiterin Dr. Gabriele Weishäupl. „Dabei ist der 8. Dezember, in verschiedenen europäischen Ländern ein Feiertag, zu einem Kristallisationspunkt des internationalen Zustroms geworden. Besonders Gäste aus Italien, Österreich und der Schweiz besuchten an diesen Tagen verstärkt unseren Münchner Christkindlmarkt“.

Besonders viele Besucher aus Spanien nutzten günstige Direktflüge für einen Kurztrip nach München und bummelten über den Münchner Christkindlmarkt. Auch Gäste aus Asien, aus Russland, den USA und Großbritannien genossen den traditionellen Christkindlmarkt im Herzen der Stadt.

Einkauftrends

Die Umsätze blieben im Vergleich zum Vorjahr stabil. Überzeugten die Qualität und die Attraktivität des Angebots, so kauften die Christkindlmarkt-Besucher ein, ordern Neuheiten oder Produkte aus dem weihnachtlichen Standardsortiment, die zur Advents- und Weihnachtszeit gehören. Die Farben Lila und Silber sind der Renner im Christbaumschmuck-Geschäft. Auch handgemalte Christbaumkugeln wurden als hochwertiges Einzelstück gerne mit nach Hause genommen.

Am Kripperlmarkt sind die Händler ebenfalls mit den Umsätzen zufrieden, obwohl sich die Wirtschaftslage durchaus bemerkbar macht. Einzelstücke wie neues Jesuskind in der Krippe gehen schneller über die Budentheke als die komplett ausgestattete Prunkkrippe.

Wetterbedingt lief das Glühweingeschäft etwas zögerlich an, konnte sich aber stabilisieren. After-Work-Treffen wurden auch trotz vergleichsweise milder Witterung auf den Christkindlmarkt verlegt; gerade in den Abendstunden schmeckte ein heißer Punsch oder eine würzige Feuerzangenbowle im Freundeskreis besonders gut. Das vielfältige kulinarische Angebot auf dem Münchner Christkindlmarkt wurde von den Besuchern gerne verkostet. Die Bratwurst schmeckte in der klassischen Variante, in besonderen Geschmacksrichtungen und in Bio-Qualität; der Reiberdatschi (Kartoffelpuffer) wurde zum Mittagshit und süße Weihnachtsschleckereien waren obendrein als Nachtisch willkommen.

Großes Interesse am Kunstprojekt „StubenMusik“

Das vom Tourismusamt, den Marktkaufleuten und dem Kulturreferat finanzierte Kunstprojekt „StubenMusik“ von Monika Drasch zog am Marienhof viele Christkindlmarktgäste an. Monika Drasch, Veronika von Quast und der Zither-Manä sangen und musizierten an den Sonntagen in der „guten Stubn“ einer Marktbude zusammen mit Laien, die sich dafür beworben haben, aber auch den zuschauenden Passanten. Am kommenden Sonntag sind Luise Kinseher und Traudi Siferlinger die Gastgeberinnen der StubenMusik, Monika Drasch gestaltet den letzten Höhepunkt des Kunstprojekts am Sonntag, 20. Dezember.

Himmelswerkstatt international

643 Kinder besuchten bis zur Halbzeit die Himmelswerkstatt im Rathaus. Neben Engerln aus München, Bayern und Deutschland nahmen in diesem jahr schon besonders viele Kinder aus dem Ausland am kostenlosen Aktionsprogramm für Kinder von 6-12 Jahren teil. Aus Italien, Spanien, Tschechien, Irland und sogar aus Dubai kamen die jungen Himmelsboten angeflogen und verstanden sich prächtig mit den deutschsprachigen kleinen Gästen. Beim gemeinsamen Singen von Weihnachtsliedern in der jeweiligen Muttersprache wurde die Himmelswerkstatt am Münchner Christkindlmarkt zum „Eine-Welt-Haus“.

Das Christkindlpostamt: Von München in alle Welt

Vom 28. November bis 6. Dezember wurde eine Außenstelle des Weihnachtspostamts Christkindl im oberösterreichischen Steyr am Münchner Christkindlmarkt eingerichtet. In der Pförtnerloge des Münchner Rathauses konnte die Weihnachtspost abgegeben werden, die mit einem Sonderpoststempel versehen in alle Welt ging. Briefe, die Kinder an das Christkind schickten, wurden vom Weihnachtspostamt in Christkindl traditionell auch beantwortet.

2302 Briefe und Karten wurden in den neun Tage über das Christkindlmarkt-Postamt in alle Welt versandt. Die meisten Postsendungen wurden innerhalb der Europäischen Union verschickt. Im Ranking lag Deutschland an erster Stelle, gefolgt von Italien, der Schweiz, Frankreich und anderer europäischer Staaten. Aber auch 210 Empfänger in Übersee wie in Kanada, Australien, den USA, in Hongkong, Korea, Japan und im karibischen Saint Lucia dürfen auf Post vom Christkindl warten.

Marktkaufleute des Münchner Christkindlmarkts aktiv

Dank der finanziellen Unterstützung der Marktkaufleute war es gerade für Kinder eine tägliche Überraschung, wenn der Nikolaus auf dem Christkindlmarkt kleine Gaben verteilte. Weihnachtsmusik live vom Rathausbalkon, mal traditionell bayrisch, mal international, genossen die Gäste des Christkindlmarkts oft als kleine Verschnaufpause während einer Einkaufstour.

Am Sonntag, 6. Dezember, gesellte sich die erste Münchner Krampus-Gruppe „Sparifankerl-Pass“ unter ein begeistertes Publikum, das teilweise gezielt wegen dieses lebendigen Brauchtums auf den Marienplatz kam. Der Krampuslauf am Münchner Christkindlmarkt ist kein Geheimtipp mehr, sondern eine Attraktion, die nicht nur Münchner, sondern auch viele Besucher der Stadt anlockt. Am Sonntag, 20. Dezember, laufen von 16.30 Uhr bis 17. 30 Uhr die Krampusse noch einmal über den Weihnachtsmarkt.

An der kulturhistorischen Christkindlmarkt-Führung am ersten Adventssonntag nahmen rund 60 Personen teil, die durch finanzielle Unterstützung der Marktkaufleute und des Tourismusamts kostenlos in den Genuss dieses informativen Spaziergangs am ersten Adventssonntag kamen.