„Wertvolle Ergänzung des Angebots“

Ein „Zwetschgermoh“ für Nürnbergs schönste Christkindlesmarktstände

17.12.2009 - Der Nürnberger Christkindlesmarkt ist vor allem auch wegen seines bewusst traditionell gehaltenen Angebots weltberühmt. Die Marktbeschickerinnen und Marktbeschicker bemühen sich um die Attraktivität der Budenstadt, indem sie ihre Stände mit großer Sorgfalt dekorieren. Um solche Anstrengungen zu belohnen, prämiert die Stadt Nürnberg seit 1981 die schönsten Buden mit dem Zwetschgermoh in Gold, Silber und Bronze.

Bürgermeister Dr. Klemens Gsell hat jetzt die Auszeichnungen an die prämierten Marktbeschicker übergeben. Die Auswahl der Jury begründete Nürnbergs Fremdenverkehrsdirektor Michael Weber so:

„Der Zwetschgermoh in Bronze geht an Heidi Kalb. Ihr Stand (Nr. 162, nahe des Schönen Brunnens) ist vollkommen auf sein Thema, die Feuerzangenbowle, abgestimmt. Mit seinen kupfernen Küchenelementen und dem rotfarbigen Hintergrund erzeugt er genau die heimelige und ‚bowlenselige‘ Stimmung, an die Heinz Rühmann auf den zur Dekoration verwendeten Plakaten erinnert. Trotzdem hält sich der Stand gestalterisch zurück und ist in dieser Ausprägung eine wertvolle Ergänzung des winterlichen Getränkeangebots auf dem Markt.“

Der Stand von Elfriede Pamer (Nr. 35, Zur Eisenboh) bekommt den silbernen Zwetschgermoh. „Dieser Stand besticht durch seine in warmen und aufeinander abgestimmten Tönen gehaltene Farbgebung. Das Warensortiment wird trotz seiner Fülle übersichtlich dargeboten; das Angebot im Vordergrund ist so geschickt angebracht, das es nicht die Ware im Hintergrund verdeckt. Ein solcher Stand zeigt nicht nur Weihnachtsschmuck in den verschiedensten Ausprägungen; er macht darüber hinaus durch seine Gestaltung Lust, die Ware näher zu betrachten und zu kaufen“, sagte Fremdenverkehrsdirektor Weber.

Der Kräuterbonbon-Stand des Ehepaars Ludmilla und Franz Mühlbauer (Nr. 64, Zum Eierzucker) wird heuer bereits zum fünften Mal prämiert. Michael Weber sagte: „Wenn die Jury diesen Stand heuer zum fünften Mal auszeichnet, davon zum vierten Mal als Empfänger des Goldenen Zwetschgermohs, dann deshalb, weil sie konstatieren will, dass hier ein Stand ist, der es wie kaum ein zweiter geschafft hat, eine hohe Qualität über zwei Jahrzehnte hinweg zu halten und zu steigern. Der Stand ist ein klar gestaltetes Gesamtkunstwerk, in dem sich museale, inszenatorische und sensorische Aspekte nahtlos zu einem sympathischen Gefühlserlebnis zusammenfügen. Und das ist genau das, was die Besucher am Christkindlesmarkt suchen und schätzen.“

Kritische Augen der Jury

Der Preisverleihung vorausgegangen ist die kritische Begutachtung der Christkindlesmarktbuden durch eine Jury. Ihr gehören die Leiter von Marktamt, Congress- und Tourismuszentrale, Spielzeugmuseum, Denkmalpflege und Presseamt an. Bei einem ausführlichen Rundgang über den Markt wählen die Jurymitglieder alljährlich jene Buden aus, die mehr bieten als die Beachtung der allgemeinen Regeln für die Gestaltung der Stände. So ist es selbstverständlich, dass kein künstliches Tannengrün und schon gar keine Plastiknikoläuse zur Dekoration verwendet werden dürfen. Wer aber darüber hinaus seine Waren noch besonders ansprechend präsentiert, einheitliche Preisschilder verwendet, die Front mit Tüchern verkleidet und Ähnliches, der hat gute Aussichten auf die begehrte, werbewirksame Plakette.