Winterspaß auf dem Dresdner Striezelmarkt

Deutschlands ältester Weihnachtsmarkt öffnete in seiner 576. Auflage

28.11.2010 - Wenn „Dresden dem Winter Glanz gibt“, dann kommt ein ganz besonderer Lichtschein vom Striezelmarkt, auf dem Altmarkt im Herzen der Stadt. 1434 wurde er das erste Mal urkundlich erwähnt und ist somit Deutschlands ältester Weihnachtsmarkt.

Zu den Programm-Highlights an den einzelnen Adventswochenenden gehören der Dresdner Pflaumentoffeltag, das 17. Dresdner Stollenfest, das Dresdner Pyramidenfest und das Dresdner Christbaumschmücken. Aber auch in der Woche findet jeden Tag ein abwechslungsreiches Programm für jung und alt auf der Bühne statt. Darüber hinaus wartet der Striezelmarkt in diesem Jahr mit einigen Neuigkeiten auf.

So wurde beispielsweise in die Behindertenfreundlichkeit investiert. Über Rampen und einen neuen Lift gelangen nun auch Menschen mit Behinderung ins Pflaumentoffel- und Wichtelhaus, in die Weihnachtsbäckerei und die Schaumanufakturen. Damit gehört der Dresdner Striezelmarkt zu den behindertenfreundlichen Weihnachtsmärkten in Deutschland.

Neu: Christbaumschmücken

Neue Lichterketten mit LEDs sorgen für eine deutlich energiesparendere Beleuchtung des Weihnachtsbaums. Weihnachtsbäckerei, Märchenhaus und Knusperhaus sind neu gebaut worden. Es gibt mit dem Christbaumschmücken am 18. Dezember ein neues Fest, und wochentags hat er auch eine Stunde länger geöffnet, denn jetzt kann man täglich von 10 bis 21 Uhr in der Weihnachtswunderwelt bummeln. In den Striezelmarktbuden bieten 238 Händler ihre Waren an. Sogar aus dem finnischen Lappi reiste einer 1663 Kilometer mit arktischem Honig an.

Das Konzept der Wege und Gassen wurde weiterentwickelt. Auf den Markt führt nun eine größere Zahl an Zugängen, so dass er sich insgesamt durchlässiger präsentiert. Im Kernbereich gibt es kleine Plätze und Gassen, die den Markt wie eine kleine Stadt in der Stadt wirken lassen. Die zentrale Achse führt vom „Eingangstor“, dem begehbaren Schwibbogen, über den Weihnachtsbaum zur Bühne, die nunmehr im Mittelpunkt des Marktes von allen Seiten gut einsehbar ist. Zur Orientierung dienen vier große Aufsteller mit Marktplänen. Als interaktiver Plan ist er im Internet unter www.dresden.de/striezelmarkt zu sehen.

Im Zentrum der Weihnachtsstadt Dresden steht natürlich der Striezelmarkt, es gibt aber noch weitere Weihnachtsmärkte, sie sich in ihrem Konzept unterscheiden und damit einen zusätzlichen Besuch rechtfertigen. Zwei möchten wir hier vorstellen:

Neustädter Advent

Vom Striezelmarkt läuft man die Schloßstraße entlang über die im Lichterglanz erstrahlende Agustusbrücke und ist in der rechtselbischen Neustadt, wo das berühmte Denkmal August des Starken, der „Goldene Reiter“, die Besucher empfängt. Hier beginnt auch die Weihnachtswelt mit dem Weihnachtsmarkt auf der Hauptstraße, einem romantisch illuminierten Barockviertel mit der Königstraße oder außergewöhnlichen Events rund um das Veranstaltungshaus „Dresdner Scheune“ im Szeneviertel der Äußeren Neustadt.

Neben Konzerten, Sonderveranstaltungen, Ausstellungen und Special-Events sind vor allem die Adventslesungen von Dresdner Prominenten ein besonderer Höhepunkt. Vom 1. bis 23. Dezember liest täglich um 18 Uhr ein bekannter Dresdner eine Weihnachtsgeschichte. Am 17. Dezember auch Dresdens Oberbürgermeisterin Helma Orosz. Alles weitere dazu unter www.barockviertel.de.

Eine gelungene Ergänzung dazu sind die „Advenster“. Vom 1. bis 24. Dezember werden verschiedene Fenster der Neustadt geöffnet. Dahinter verbergen sich kultuerelle Angebote. Alle Fenster und Termine unter www.advenster.de.

Das komplette Programm des Neustädter Advents unter: www.neustaedteradvent.de.

Mittelalter-Weihnacht im Dresdner Schloss

Der „Stallhof“ im Dresdner Schloss wurde Mitte des 17. Jahrhunderts zu einem prunkvollen Turnierplatz umgestaltet und zeugt bis heute mit seiner Pracht von der Baukunst am sächsischen Hof. Dort findet vom 24. November bis 30. Dezember (außer 24. bis 26. Dezember) einer der exklusivsten Weihnachtsmärkte, die Deutschland zu bieten hat, statt.

Handwerker haben ihre im Sommer gefertigten Waren mitgebracht und bieten sie feil. Ein Badehaus mit zwei riesigen Badezubern und Platz für bis zu 20 Personen vervollständigen die hochmittelalterliche Schlosshof-Szenerie.

„Jingle Balls“ und „Oh du fröhliche“ sind nicht zu hören. Dafür begeistern die Akteure täglich mit Livedarbietungen. „Kurfürstliche Hofmusikanten“ spielen Weihnachtslieder des 16. Jahrhunderts und barocke Stücke. Gaukler, Feuuerspucker und witzige Spielleute unterhalten die Besucher. Und da es im Mittelalter noch keinen Weihnachtsmann gab, kommt das „Einhorn“ und verteilt Süßigkeiten.

Die „Mittelalter-Weihnacht“ ist täglich von 11 bis 21.30 geöffnet.



Weihnachtsmärkte

Wir haben sie! Die Termine der wichtigsten Weihnachtsmärkte rund um den Globus: