Passau mit einem liebenswerten Flair

Christkindlmarkt und die wohl längste Weihnachtsbeleuchtung Bayerns

23.12.2010 - Nur noch wenige Stunden dauert es, dann schließen die Buden auf dem Passauer Christkindlmarkt, der dann insgesamt 28 Tage auf dem Domplatz die Besucher wie ein Magnet angezogen hat.

Wer nach einem Spaziergang durch die festlich beleuchtete Innenstadt schließlich vor dem Dom St. Stephan angekommen war, dem offenbarte sich ein feierlich vorweihnachtliches Bild. Die kleine Budenstadt, sorgfältig behütet von den beiden mächtigen Glockentürmen des Doms, bot einen fest gefügten Eindruck. Die Buden standen – und stehen noch – dicht an dicht. Immergrüne Nadelzweige sorgten für einen frischen Eindruck. Große Kerzen am Maximilian-Denkmal und vor dem Eingang an der Seite des Landratsamtes verströmten ein heimeliges Licht, das in den Abendstunden eine gemütliche Stimmung verbreitete.

800 elektrische Kerzen lassen die elf Meter hohe Edeltanne im Stephansdom – sie erhebt sich unter der spätgotischen Vierungskuppel – hell erstrahlen. Bis zum Fest Maria Lichtmess am 2. Februar, dem kirchlichen Ende der Weihnachtszeit, bleibt der festlich geschmückte Baum als Zeichen des Lebens stehen.

Während im Dom die Nordmanntanne, sie stammt aus einem Privathaushalt prachtvoll strahlt, wollte es ihr Pendant auf dem höchsten Platz der Passauer Altstadt in nichts nachstehen. Ihre goldenen Kugeln schimmerten mit dem warmen Licht, das aus den Buden drang, um die Wette. Direkt vor dem Domportal gibt es für die Kinder allerhand zu sehen. Nicht nur, dass sich das kleine Karussell beständig drehte, auch die große Krippe zog bewundernde Blicke auf sich.

Vielfältiges Angebot in den „Standln“

Die Erwachsenen ließen sich mehr von der hochwertigen Handwerkskunst begeistern. So interessant wie das gezeigte Handwerk, so vielfältig ist das Angebot in den „Standln“, wie die Passauer liebevoll ihre Marktstände nennen. Ein Blick nach links, eine Kopfdrehung nach rechts und schon sahen die Besucher nicht nur Weihnachts- und Christbaumschmuck, Geschenktaschen, sondern auch bestickte Weihnachtstischdecken, Kissenhüllen dazu noch Rucksäcke, Taschen, Holzwaren, Duftöle, Keramikpuppen oder handgearbeitete Kerzen und noch vieles mehr. Imbissstände und Anbieter von Süßwaren und Getränken offerierten kulinarische Köstlichkeiten wie die intensiv duftenden Langos oder deftige Suppe über den Glühwein bis hin zum regionalen Brennereiprodukten.

Der Christkindlmarkt genießt seit Jahren nicht nur in Ostbayern einen exzellenten Ruf, auch überregional wurde er bereits mit einem „Ritterschlag“ versehen. Studenten der Fachhochschule Südwestfalen in Hagen hatten 133 Märkte in Deutschland und dem benachbarten Ausland untersucht. Das Ergebnis: Passau gehört neben Salzburg (Schloss Hellbrunn) und Esslingen zu den Märkten, mit denen die Besucher besonders zufrieden waren.



Weihnachtsmärkte

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