Zur Halbzeit stabil und krisensicher

Bisher etwa 1,6 Millionen Besucher auf dem Münchner Christkindlmarkt 2008

13.12.2008 - Ideales Weihnachtsmarkt-Wetter – winterlich kalt und bis auf das zweite Adventswochenende auch trocken – wurde 2008 dem Münchner Christkindlmarkt in der ersten Hälfte seiner Laufzeit (28.11. bis 24.12.) beschert. Für die Münchnerinnen und Münchner ist ein Besuch des Originals unter den rund 20 Weihnachtsmärkten in der Stadt ein Muss.

Die Gäste aus aller Welt suchen den traditionellen Weihnachtsmarkt im Herzen der Stadt auf, angeregt vielleicht vom Bestseller „1000 Places To See Before You Die“, in dem die renommierte Reiseführerautorin Patricia Schultz den Münchner Christkindlmarkt auf die Liste der 1000 schönsten Reiseziele rund um den Globus gesetzt hat.

Besucheraufkommen

Das Tourismusamt der Landeshauptstadt München als Veranstalter des Christkindlmarktes schätzt das Besucheraufkommen zur Halbzeit auf rund 1,6 Millionen Gäste (2007: 1,7 Millionen). „Dank eines internationalen Touristenstroms“, so die Münchner Tourismusdirektorin Dr. Gabriele Weishäupl, „zeigen sich auf dem Münchner Christkindlmarkt kaum rezessive Tendenzen.“

Der 8. Dezember ist unter anderem in Österreich, Italien, Lichtenstein und teilweise der Schweiz ein Feiertag und das machte sich auch auf dem Münchner Christkindlmarkt bemerkbar: Zahlreich nutzten Besucher aus diesen Ländern am verlängerten Wochenende die Gelegenheit zu einem Christkindlmarkt-Bummel. Trotz der weltweiten Wirtschaftskrise kamen erstaunlich viele Gäste aus den USA; auch aus Großbritannien, Osteuropa und Asien waren Christkindlmarkt-Gäste vertreten.

Marktgasse weihnachtlicher Erinnerungen ein Erfolg

Die neu konzipierte „Marktgasse weihnachtlicher Erinnerungen“ am Marienhof startete erfolgreich und zog zahlreiche Besucher und Besucherinnen an, die sich über das nostalgische Flair und das spezielle Marktangebot freuten. In Kooperation mit dem Münchner Varieté GOP. Lädt ein Künstler jeden Dienstag, Donnerstag und Freitag, jeweils 16.30 bis 18.30 Uhr, zur Reise ins Land der weihnachtlichen Nostalgie und Fantasie ein und entzückt nicht nur die Kinder.


Einkauftrends

Überzeugen Qualität und Attraktivität des Angebots, so kaufen Christkindlmarkt-Gäste ein. Die Neuheiten finden ebenso Abnehmer wie klassische Produkte, die zur Advents- und Weihnachtszeit gehören. So blieben die Umsätze trotz Finanzkrise relativ stabil zum Vorjahr. Im Christbaumkugel-Segment sind die Farben Lila und Palisanderbraun der Renner, auch die Kombination von gold-schwarz im Kugel-Design wird als gut empfunden. Auch heuer wurden handbemalte Einzelstücke bevorzugt von italienischen und amerikanischen Touristen geordert.

Die klassischen „Schweinswürstl“ (Würstchen) und der „Reiberdatschi“ (Kartoffelpuffer) gehören nach wie vor zu den beliebtesten Christkindlmarkt-Schmankerln. Aber auch die Neuheiten wie Kaiserschmarrn und Ochsenfetzen wurden gerne verkostet. Gebrannte Mandeln und Maroni waren die perfekten Handwärmer zum Naschen zwischendurch.

Den Temperaturen angemessen wurde Glühwein, Punsch und Feuerzangenbowle reichlich zugesprochen: Im Trend liegt nach wie vor ein geselliges Beisammensein nach Feierabend auf dem Christkindlmarkt. Die Umsätze bei den Heißgetränken sind im Vergleich zu 2007 stabil geblieben.

Himmelswerkstatt international

460 Kinder vergnügten sich in der Himmelswerkstatt bis zur Halbzeit. Gerade zum zweiten Adventswochenende steuerten gezielt kleine Gäste aus Österreich, Italien und der Schweiz das Rathaus an, um am kostenlosen Aktionsprogramm für Kinder von sechs bis zwölf Jahren teilzunehmen. Auch Kinder aus Australien und Großbritannien verwandelten sich in „Engerl“, die sich bestens mit deutschsprachigen Himmelsboten verstanden. Besonders beliebt war die Schreibwerkstatt, wo Wunschzettel erstellt, Geheimschriften entwickelt und Briefe versiegelt wurden.

Seit 30 Jahren Christkindlpostamt

Rund 2.000 Briefe und Karten wurden über das Christkindlmarkt-Postamt in alle Welt versandt. Die meisten Postsendungen gingen nach Deutschland, der Schweiz und Italien. Aber auch Empfänger in den Arabischen Emiraten, Argentinien, Hawai, Kanada, Korea und in den USA dürfen auf Post vom Christkindl warten. Vom 29. November bis 7. Dezember wurde zum 30. Mal eine Außenstelle des Weihnachtspostamts Christkindl im oberösterreichischen Steyr am Münchner Christkindlmarkt eingerichtet. Hier konnte die Weihnachtspost abgegeben werden, die frankiert mit der Weihnachtsbriefmarke mit dem Motiv der Wallfahrtskirche zu Christkindl und dem Sonderpoststempel versehen in alle Welt ging. Briefe, die Kinder an das Christkind schickten, wurden vom Weihnachtspostamt in Christkindl traditionell auch beantwortet.

Marktkaufleute des Münchner Christkindlmarkts aktiv

Dank der finanziellen Unterstützung der Marktkaufleute war es gerade für Kinder eine tägliche Überraschung, wenn der Nikolaus auf dem Christkindlmarkt kleine Gaben verteilte. Weihnachtsmusik live vom Rathausbalkon, mal bairisch, mal international, genossen die Gäste des Christkindlmarkts oft als kleine Verschnaufpause während einer Einkaufstour.

Am Sonntag, 7. Dezember, gesellte sich die erste Münchner Krampus-Gruppe „Sparifankerl-Pass“ unter ein begeistertes Publikum, das teilweise gezielt wegen dieses lebendigen Brauchtums auf den Marienplatz kam. Der Krampuslauf am Münchner Christkindlmarkt ist kein Geheimtipp mehr, sondern eine nicht nur touristische Attraktion. Am Sonntag, 21. Dezember, laufen die Krampusse von 16.30 bis 17.30 Uhr noch einmal über den Weihnachtsmarkt.

An den kulturhistorischen Christkindlmarkt-Führungen nahmen bisher rund 90 Personen teil, die durch finanzielle Unterstützung der Marktkaufleute und des Tourismusamts kostenlos in den Genuss dieses informativen Spaziergangs an den Sonntagen kamen.

Veranstalter und Marktkaufleute zufrieden

Das Tourismusamt der Landeshauptstadt als Veranstalter und die Beschicker des Münchner Christkindlmarkts sind mit dem bisherigen Verlauf des traditionsreichen Weihnachtsmarkts zufrieden.