27.11.2009 - Rund um den Marienplatz in München herrscht vom 27. November bis zum 24. Dezember reges Treiben auf dem Christkindlmarkt. Dieser vom Tourismusamt der bayerischen Landeshauptstadt veranstaltete Weihnachtsmarkt ist der älteste in der Isarstadt. Seine Wurzeln reichen mit den Nikolaimärkten zurück bis ins 14. Jahrhundert. Unter den rund 20 größeren und kleineren Weihnachtsmärkten der Stadt nimmt er als „das Original“ eine Sonderstellung ein.
Heute ist es endlich wieder soweit: Bereits ab 10 Uhr halten sie die Marktstände bereit und laden zu einem ersten Einkaufsbummel ein. Der offizielle Teil folgt dann um 17 Uhr, wenn Oberbürgermeister Christian Ude auf dem Marienplatz den Traditionsmarkt eröffnet. Während dieses Festaktes übergibt Georg Huber, Erster Bürgermeister der diesjährigen Baumspendergemeinde Samerberg, den Christbaum symbolisch an die Münchner Bevölkerung. Die Isartaler Blasmusik unter Adi Stahuber und die Musikkapelle Samerberg sorgen für die feierliche musikalische Untermalung.
Jung und Alt kann den traditionellen Weihnachtsmarkt mit allen Sinnen genießen. Es duften Glühwein und Bratwurst, die sich der Gast an einem der vielen Stände gut schmecken lassen kann. Der Christbaumschmuck in den Buden schimmert mit den 2.500 Lichtern des großen Weihnachtsbaumes am Marienplatz um die Wette. Die Standbetreiber beraten gern und leisten beim Einkauf Hilfestellung, sie geben ein gutes Stück – sei es eine Krippenfigur oder eine Fellmütze – schon mal dem Kunden zum Anfühlen in die Hand. Beim Zuhören der Weihnachtsmusik, die live vom Rathausbalkon spielt, gönnen sich die Münchner und ihre Gäste aus aller Welt ein bisschen Ruhe im vorweihnachtlichen Trubel.
Neue Torbögen am Marienhof
Etliches Neue bereichert in diesem Jahr den Münchner Christkindlmarkt: Dazu gehört die „StubenMusik“, ein Kunstprojekt von Monika Drasch, das im Marienhof zum Mitmachen einlädt ebenso wie die heitere und besinnliche Weihnachtsfeier am Kripperlmarkt bei der am Freitag 18. Dezember, der Radiosender Bayern 1 die Münchner 90 Minuten lang mit Klöpflversen und Gedichten zur Adventszeit, mit Geschichten von Weihnachten damals und heute, mit Musik und Weihnachtsliedern in vorweihnachtliche Stimmung bringt (Beginn 16 Uhr). Außerdem begrüßen neue Torbögen am Marienhof die Gäste des Münchner Christkindlmarktes.
Warensortiment des Christkindlmarktes
167 Marktkaufleute bieten Waren und kulinarische Schmankerl rund um das Thema Advent und Weihnachten an. Von der klassischen Christbaumkugel bis zum traditionsreichen Münchner Zinnbaumbehang, von der zierlich handbemalten Glaskugel bis zu „Rauschgoldengerl“ und „Zwetschgenmanderl“, vom einfachen Strohstern bis zur kunstvollen Weihnachtspyramide reicht die Palette. Weihnachtsgeschenke lassen sich hier schnell finden: Kerzen in jeglicher Fasson, Spielzeug, Holzwaren, Backformen, Keramik, Bücher, Musikalien, Fensterbilder und vieles mehr. An Stand der Partnerstadt Kiew sieht der Besucher, was in Russland auf den Gabentisch kommt.
Glühwein wärmt von innen
Glühwein zu stabilen Preisen wie im Vorjahr (Tasse 3 Euro, Bio-Glühwein 3,50 Euro) und andere Heißgetränke (zum Beispiel Feuerzangenbowle 4 bis 5 Euro) wärmen in der kalten Jahreszeit von innen beim Bummeln über den Christkindlmarkt. Lebkuchen und Dampfnudeln schmecken zu einer großen Tasse Kaffee. Der Hunger in der Mittagspause lässt sich mit „Reiberdatschi“ (Kartoffelpuffer), Kartoffelschmankerl oder Käsespezialitäten stillen.
„Der Stern über der Frauenkirche“ ist das Logo-Motiv des Münchner Christkindlmarkts, das zahlreiche Artikel wie Christbaumkugeln, Tassen, Kerzen, Streichhölzer, Lichterhäuser, Mütze, Schal und Socken, Leinentaschen und vieles mehr schmückt. Gerne von Touristen gekauft, geht das Logo-Souvenir in alle Welt.
Unter www.christkindlmarkt-muenchen.de kann viel Informatives rund um den Christkindlmarkt abgerufen werden.
Ein Erlebnis für alle Sinne
Der Münchner Christkindlmarkt 2009 nimmt eine Sonderstellung ein