Deutschland: Krippe, Christkind und Weihnachtsbaum

Kein anderer Tag im Jahr wird von den Kindern sehnsüchtiger erwartet als der Heilige Abend. Wenn am 24. Dezember am Christbaum alle Kerzen brennen, darunter die Geschenke liegen, dann leuchten die Kinderaugen und eine feierliche Stimmung verbreitet sich unter allen Familienangehörigen.

Weihnachten mit Fliege

Steigt Fernsehpfarrer Jürgen Fliege an Heiligabend auf die Kanzel und predigt? Nein, sagt er – da lass' ich die Kollegen ran. Im Interview mit Johannes Schröer erzählt er, wo und wie er Weihnachten verbringt, und dass er es für Blödsinn hält, auf Geschenke zu verzichten.


Der Christstollen

Der Christstollen - woher hat er seinen Namen? Johannes Schroer hörte sich auf Weihnachtsmärkten um und sprach mit dem Brauchtumsforscher Dr. Manfred Becker-Huberti.


Quelle:
KIP, Kirche im Privatfunk NRW

Bis in den Wohnstuben die Weihnachtsruhe einkehren kann, gilt es allerdings noch allerhand zu erledigen. Bis Mittag werden noch schnell die letzten Einkäufe erledigt, Vorräte für die Festtage angelegt.

Um die Kinder, aber natürlich auch die Erwachsenen, auf die Weihnachtstage einzustimmen, beginnen viele Familien am späten Nachmittag mit den Vorbereitungen fürs Fest. Die Hauskrippe, die sich im frühen 17. Jahrhundert in den katholischen Regionen Deutschland verbreitete, wird aus dem Keller oder vom Dachboden geholt und aufgebaut. Der Krippenbrauch geht nach der Legende auf Franz von Assisi zurück, der 1223 das Geschehen in der Heiligen Nacht erstmals nachgestellt haben soll. Mit der Krippe zeigten die katholischen Familien früher ihre Freude über Weihnachten gewissermaßen als Gegenstück zum protestantischen Weihnachtsbaum.

Vor allem die Kinder helfen gerne mit, wenn der Weihnachtsbaum geschmückt wird. Bunte Glaskugeln, Lametta, Figuren aus Blech und Wachs oder Strohsterne hängen an den St.-Martin-Darstellung in DüsseldorfTannen und Fichten in deutschen Wohnstuben. Die Spitze ziert meist ein Rauschgoldengel oder eine kunstvoll gestaltete Glaskugel. Aus dem Erzgebirge stammen die Weihnachtspyramiden, die sich mittlerweile in vielen deutschen Haushalten finden. Brennende Kerzen treiben ein Flügelrad auf der Spitze an, das seine Bewegung an drehbare Ebenen weitergibt, auf denen Holzfiguren das Geschehen der Heiligen Nacht zeigen.

Die gläubigen Christen feiern seit Jahrhunderten die Geburt Jesu mit einem Gottesdienst, der je nach Region und Konfession am späten Nachmittag oder Mitternacht gehalten wird.

Die beiden Weihnachtsfeiertage, der 25. und 26. Dezember gehören traditionell den Familien. Noch vor dem meist üppigen Weihnachtsessen am ersten Weihnachtsfeiertag probieren die Kinder ihre Spielsachen aus, mit denen sie am Vorabend überrascht wurden. Nachmittags gehen die Familien spazieren, besuchen Verwandte oder gehen abends in eines der Weihnachtskonzerte, die in vielen deutschen Kirchen geboten werden.


Quelle: Content-Team Globalheads GmbH
Foto: Werbe-Wirtschaftsförderungsamt der Stadt Düsseldorf

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