Weihnachten in Asien

Sitten, Riten und Legenden aus allen Erdteilen

Israel: Das Fest der Hanukkah

Die Hanukkah, die im Deutschen auch Kerzenfest genannt wird, lehnt sich an eine Begebenheit aus der jüdischen Geschichte. 167 v. Chr. vertrieben jüdische Widerstandskämpfer die damals in Israel herrschenden griechisch-syrischen Besatzer unter König Antiochus aus dem Land. Die Griechen hatten mit harter Hand regiert. Sie verboten den Juden, die Torah zu lernen, Sabbat zu halten und die Söhne zu beschneiden. Der Aufstand wurde von fünf Brüdern angeführt, an deren Spitze Judas Makkabäus stand.

Die Hanukkah beginnt am 25. Tag des Monats Kislev (November/Dezember) und dauert acht Tage. Die Dauer des Festes geht auf eine Legende zurück. Als die Makkabäer nämlich die Griechen aus Jerusalem vertrieben hatten fanden sie bei der Wiedereinweihung des Tempels nur noch einen versiegelten Krug mit heiligem Lichtöl vor. Normalerweise hätte diese Menge nur für eine Nacht ausgereicht, doch wie durch ein Wunder brannte die Öllampe acht Nächte lang.

Zu Hanukkah wird an einem achtarmigen Leuchter - dem Hanukkah-Leuchter - für jeden Tag des Festes eine Kerze angezündet. Während der Festzeit verspeisen die Familien hauptsächlich in Öl gebratene oder gebackene Speisen, wie z.B. Kartoffelpuffer oder Crepes. Für die Kinder gibt es während der Hanukkah-Zeit das sogenannte Hanukkah-Geld, mit dem die Eltern ihre Sprößlinge für fleißiges Lernen und wohltätiges Handeln belohnen.

Sehr beliebt ist zur Hanukkah-Zeit auch das jüdische Kreisel-Spiel Dreidel. Der Legende nach sollen die jüdischen Kinder während der Herrschaft des Antiochus das Verbot, die Tora zu lernen, umgangen haben. In kleinen Gruppen traf man sich auf der Strasse und las aus dem heiligen Buch. Wenn aber ein Wachtposten vorbeikam, taten die Kinder schnell so, als ob sie Dreidel spielten.


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