Weihnachten in Asien

Sitten, Riten und Legenden aus allen Erdteilen

Tibet: Fest des sterbenden Jahres

Natürlich feiern die buddhistischen Tibeter kein christliches Weihnachtsfest. Allerdings kennen auch die Tibeter eine Art von Geburtsfest für ihren Religionsstifter: Mitte Juni begehen sie das sogenannte "Saka Dawa" bzw. "Vesakha"-Fest, das der Geburt, Erleuchtung und dem Eintritt des Buddha Sh“kyamuni ins Parinirvana gewidmet ist.

In die Winterzeit fallen das "Dosmoche" - das Fest des sterbenden Jahres - und das "Losar" - das tibetische Neujahr mit dem Butterfiguren-Fest. Der Jahreswechel erfolgt nach tibetischen Kalender irgendwann im Februar. Fünf Tage zuvor beginnt das "Dosmoche" und dann wird es laut im sonst so beschaulichen Tibet. Mit viel Lärm und Tänzern mit furchteinflößenden Masken versuchen die Tibeter, die bösen Geister vom kommenden Jahr fernzuhalten. Dem gleichen Ziel dient ein langer Pfahl, der aufgestellt und mit Sternen, Kreuzen und Pentagrammen dekoriert wird. Als Höhepunkt des "Dosmoche"-Festes reiþt die Bevölkerung diesen Pfahl ab.

An diesen "heidnischen" Bräuchen zum Jahreswechsel beteiligen sich die Mönche Tibets freilich nicht. Sie haben ihr eigenes Zeremoniell - das sogenannte Butterfiguren-Fest. Um auf das neue Jahr einzustimmen, fertigen die buddhistischen Mönche Tibets kunstvolle Figuren aus Yak-Butter. Mit ihnen schildern sie religiöse Geschichten oder Fabeln. Die Butterfiguren erreichen eine stattliche Höhe von neun Metern und werden von speziellen Butterlampen ausgeleuchtet. Schmelzen können diese Kunstwerke im winterlichen Hochland des Himalaya nicht.

Das neue Jahr wird schließlich mit einer Lichterprozession willkommen geheißen. Daher stammt auch der Begriff "Losar", der soviel bedeutet wie Lichterfest.


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