Weihnachten in Europa

Sitten, Riten und Legenden aus allen Erdteilen

Österreich: Weihnachtsbrauchtum in Oberösterreich

In der Region zwischen Dachstein und Böhmerwald, zwischen Enns und Inn, haben sich viele der Weihnachtsbräuche noch am ursprünglichsten erhalten.

Die Tradition am 1. Adventssonntag, dem "Bratwürstl-Sonntag", das Arme-Leute-Essen aufzutischen, lässt sich über mehrere Jahrhunderte nachvollziehen. An diesem Tag muss aber niemand "darben", duftende Kekse und Lebkuchen oder Kletzenbrot - aus allen um diese Jahreszeit verfügbaren Früchten gebacken - schmoren im Ofen.

Mit dem Besuch einer Krippe, wie sie in Christkindl oder im Stift Reichersberg zu sehen sind, stimmen sich viele Kinder mit ihren Eltern auf das kommende Fest ein. Bei der "Kripperl-Roas", der Krippenreise rund um das romantische Steyr, besichtigen die Besucher neun verschiedene Krippen - darunter die größte Krippe der Welt, die Pöttmesser Krippe mit 778 Figuren, und das Steyrer Kripperl, das älteste noch spielende Stockpuppentheater Europas.

Im Mühlviertel, dem waldreichen Granithochland nördlich der Donau, findet man ein weiteres Unikat der Weihnachtsgeschichte, den berühmten spätgotischen Flügelaltar in Kefermarkt. Die Reliefbilder auf den unbeweglichen Seitenflügeln zeigen die Geburt Christi und die Anbetung des Kindes durch die Heiligen Drei Könige.

Am Heiligen Abend, dem höchsten Feiertag des Kirchenjahres hat sich in Oberösterreich im Laufe der letzten Jahre dieser Brauch entwickelt. Kirchgänger nehmen in Laternen das "Friedenslicht" von der nachmittäglichen Kindermette mit nach Hause, um von ihren Fenstern aus die Zufriedenheit weiterzugeben.

Nach den Weihnachtsfeiertagen folgt ein traditioneller Abend in gemütlicher "Wirtshausrunde". In den GasthŠusern des Salzkammergutes sitzen Einheimische und Gäste gemeinsam beim "Krambamulibrennen", bei dem Zucker in angezündeten Schnaps eingeschmolzen wird.

Quelle: Oberösterreich-Information


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