Der Heilige Abend

Ursprünglich markierte der Heilige Abend den Abend vor der Wintersonnenwende, auf den 12 Rauhnächte folgten. In Teilen Mitteleuropas und in Skandinavien feierte man aus diesem Anlass das Julfest.

So mancher der damals praktizierten heidnischen Bräuche hat sich vor allem in den Nordländern mehr oder weniger ausgeprägt bis in die Gegenwart gehalten. So werden vor der Nacht, in der der Überlieferung nach Jesus geboren wurde, nicht nur die Menschen besonders gut versorgt, sondern auch die Tiere. Und auch dass das ganze Haus blitzsauber sein muss, galt schon bei den alten Germanen.

Der Brauch, sich zu Weihnachten zu beschenken, hat wahrscheinlich verschiedene Ursprünge. Dies rührt auch daher, dass die Zeit zwischen Wintersonnenwende und Epiphanias in vergangenen Kulturen zuvorderst als Beginn eines neuen Jahres betrachtet wurde. Herren beschenkten zum Dank für geleistete Dienste ihre Sklaven, Bauern ihre Knechte und Mägde, und es wurde den Göttern geopfert, mit der Bitte um eine reiche Ernte.

Das Christentum beruft sich bei der Suche nach den Ursprüngen des Schenkens vor allem auf die Heiligen Drei Könige, die das Jesuskind im Stall von Bethlehem mit Gaben bedachten. Und auf das Bibelwort "Also hat Gott die Welt geliebt", das im Zusammenhang steht mit der Erlösung durch das Geschenk Gottes, seinem eingeborenen Sohn.

Was viele heute nicht mehr wissen: über viele Jahrhunderte hinweg war der Heilige Abend nicht der Zeitpunkt der Bescherung. Teilweise noch im 18. Jahrhundert wurden auch in Deutschland die Geschenke im Morgengrauen des 25. Dezember, nach der Christmette oder Mitternachtsmesse, überreicht. Luthers Wunsch, das Weihnachtsfest durch die Verlegung auf den Heiligen Abend von heidnischen Bräuchen und katholischen Zeremonien abzugrenzen, erfüllte sich nur allmählich.



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