Weihnachtslied

Oskar von Wolkenstein

Im Syrerland in weiter Fern
hört man ein starkes Singen.
Vom Erdenrand vermocht es gern
zur Hölle selbst zu dringen.
Neu war die Mär: Frei von Beschwer geboren wär
ein Sohn von reiner Maide.
Die Botschaft klar, so wunderbar, dem Teufel war
zu großem Zorn und Leide.
Er schlug in Ärger eine Kluft
in eine Mauer, nahe
der Bethlehemschen Gnadengruft.
Den Riß ich selber sahe.
O reicher Gott, die Welt ist dein,
die Fürsten dein auf Erden,
sie mögen tot, lebendig sein
und noch geboren werden!

Der Armut Macht hat jene Nacht so wohl bedacht
durch Gottes weise Schickung,
als dich so groß, den reinen Sproß, aus keuschem Schoß
frei von der Schuld Umstrickung
Die schönste Jungfrau dort gebar,
von Ewigkeit erkoren.
Wie elend, ach, die Herberg' war,
wo sie dich hat geboren!
Ein Esel kam, zum Ochs gestellt,
gastfreundlich dir entgegen.
Die Krippe nahm, als Bett gestellt,
dich auf, um dich zu hegen.
Die dein genas und vor die saß, sie wußte, daß
Ihr Herr und Gott du seiest.
Dich Jungfrau hat des Schöpfers Rat, daß du in Tat
den Namen "Kind" ihm leihest.
Euch zwei vereint, ich Wolkenstein
von ganzem Herzen preise.
Hilf mir, Sohn Gottes, Jungfrau rein,
bei meiner letzten Reise.


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