Engel begegnen uns überall, auf jedem Weihnachtsmarkt in kitschigen oder kunsthistorisch Wertvollen Ausführungen. Engel sind die Boten Gottes; in der Weihnachtsgeschichte verkündet der Engel die Ankunft Jesu auf der Welt.
Engel kennt man auch aus vielen Redewendungen: „Mit Engelszungen reden“, „eine Engelsgeduld haben“ oder man spricht von einem rettenden Engel, wen bei einem Unfall kein. Auch in der Literatur, wie etwa in Goethes Drama „Faust“ tritt ein Engel auf. Eine große Rolle spielen die „gefügelten Wesen“ aber in Kindergebeten.
Der Engelsglaube ist bereits in der Bibel verankert, Engel kommen im Neuen und Alten Testament vor. Wie stellt man sich aber Engel vor, sind sie männlich oder weiblich oder auch „Mischwesen“? Im Laufe der Jahrhunderte entwickelten sich verschiedene Darstellungsformen. Zuerst wurden die Götterboten als Jünglinge dargestellt, später dann im Barock zum Beispiel nahmen sie die Gestalt von Kindern an. Engel gibt es auch in anderen Religionen, zum Beispiel im Judentum oder im Islam. Nur die polytheistischen Religionen kennen keinen Engelsglauben.
Dionysos Areopagita, unter diesem Pseudonym schrieb ein unbekannter Autor, hat etwa 500 nach Christus erstmals die Engel in drei Gruppen eingeteilt. Zur ersten Gruppe gehören die Cherubime, in die zweite fallen Engel, die „Mächte“, „Herrschaft“ oder „Gewalt“ heißen und zur dritten Gruppe gehören die sieben Erzengel. Sie erfüllen unterschiedliche Aufgaben, so wirkt Michael als Wächter, der das Böse abwenden soll, Raphael ist Patron der Ärzte und Uriel lobpreist den Herrn.
Engel sind Botschafter, die dafür sorgen, dass Gottes Wort zu den Menschen kommt, aber auch Wächter des Paradieses und Gottes Krieger im Kampf gegen das Böse.