Einen Schoko-Weihnachtsmann für jeden

Schokoladenmuseum in Köln zeigt alles über die süße Leckerei

Zur Advents- und Weihnachtszeit – und vor allem an den Feiertagen greifen wir Deutschen besonders gern zu Gebäck und anderen süßen Naschereien. Würde der Weihnachtsmann unter uns weilen, käme er aus dem Staunen nicht mehr heraus: Seine Ebenbilder, die leckeren Gestalten aus feinster Schokolade, festlich gekleidet in hautengem Stanniol, würden ihn millionenfach auf Schritt und Tritt begleiten.

Rund 43.400 Tonnen Schokoladewaren werden laut dem Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie für das Weihnachtsfest produziert. Davon erreichten die Schokolade-Hohlfiguren in Form von Weihnachtsmännern die Gesamtmenge von rund 9.900 Tonnen. Geht man von einem Durchschnittsgewicht von 100 Gramm je Figur aus, dann bekommt von den 99 Millionen Figuren jeder der 82 Millionen Bundesbürger mindestens eine ab.

Schokolade, aus der die Weihnachtsmänner geformt werden, besteht Kakaomasse unter Zugabe von Milch, Zucker, zusätzlicher Kakaobutter oder Sahne - je nachdem, ob eine Zartbitter-Schokolade oder eine Vollmilch-Schokolade entstehen soll. Und wo kann man sich besser über die Herstellung der süßen Leckerei informieren als im Deutschen Schokoladenmuseum in Köln, das 1993 eröffnet wurde.

„Schokolade und Kakao“

Es beschäftigt sich sich auf 4000 Quadratmetern mit der Geschichte und aktuellen Entwicklungen im Themenbereich „Schokolade und Kakao“. Das Sammeln, Bewahren und Forschen gehören ebenso zum Aufgabenbereich wie die Präsentation attraktiver Ausstellungen.

Bis zu seinem 15. Geburtstag am 31. Oktober 2008 haben sich mehr als 7,5 Millionen Gäste aus aller Welt in das Geheimnis der Schokolade einweihen lassen. Allein 2007 kamen im Schnitt pro Tag etwa 2.300 Besucher und das Museum erreichte seinen bisherigen Besucherrekord von 690.000 Besuchern. Somit gehört es zu den zehn meistbesuchten Museen Deutschlands. Diesen Erfolg kann man auch anders ausdrücken: Das Schokoladenmuseum trägt sich selbst und kann seine laufenden Kosten eigenhändig erwirtschaften - eine Ausnahmeerscheinung in der Museumswelt.

Ein schneller Gang durch das Museum

Der Rundgang durchs Haus beginnt bei den vier neu gestalteten Ausstellungsräumen. Hier stehen Anbau und Ernte von Kakao, die Kakaoherkunftsländer, der Handel mit Kakao und die Wirkung von Schokolade auf Körper und Seele im Vordergrund. Das 10 Meter hohe Tropenhaus versetzt die Besucher in den Regenwald.

Die Maschinen in der gläsernen Schokoladenfabrik ermöglichen Einblicke in die heutige Herstellung von Schokoladentafeln, Hohlfiguren wie Weihnachtsmännern oder Pralinen. Rund 400 Kilogramm Schokolade werden in dieser maßstabgetreu verkleinerten Mini-Produktionsanlage täglich produziert und am drei Meter hohen Schokoladenbrunnen, dem Wahrzeichen des Hauses, kann jeder probieren.

Luxusware an Europas Höfen

Die „Schatzkammer“ des Hauses präsentiert das präkolumbische Mittelamerika mit der Kultur der Olmeken, Maya und Azteken, für die Kakao ein echter „Göttertrank“ war. Eigens hergestellte Schokoladenservice aus Porzellan und Silber belegen den feudalen Gebrauch der Luxusware an den europäischen Höfen im 17. und 18. Jahrhundert und geben ein Stimmungsbild des Lebens der damaligen Adelsgesellschaft.

Auf amüsante Weise zeigen alte Werbespots, wie sich Zeitgeist und Mode verändert haben. Beim nostalgischen Streifzug durch die Schokoladenwerbung des beginnenden Zwanzigsten Jahrhunderts gibt es viele schöne Werbeideen, Verpackungen und Automaten zu entdecken.

In der dritten Ebene geht es um „Kultschokoladen“. Im Zentrum der Ausstellung stehen der Lindt Goldhase, Mars, Ritter Sport, das Überraschungsei, die Mozartkugel, Sarotti, die Halloren Kugel, Milka, Nutella und viele mehr.

Weitere Informationen gibt es hier.



Weihnachtsmärkte

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