Nordmanntanne hat den besten Ruf

Welche Kriterien muss ein guter „Weihnachtsbaum“ erfüllen?

Die Nordmanntanne ist der beliebteste Weihnachtsbaum bei den Deutschen, weil sie sehr füllig ist, kaum nadelt, eine satte grüne Farbe aufweist und weiche Nadeln hat, die beim Schmücken nicht stechen. Die Zeitschrift DAHEIM in Deutschland widmet sich in ihrer Dezember-Ausgabe aber nicht nur der Nordmanntanne, sondern auch den anderen gängigen Christbaumsorten und erklärt, welche Kriterien ein guter Baum heutzutage erfüllen muss.

Grundsätzlich gilt: Es gibt mehrere Baumsorten, die sich als Weihnachtsbaum eignen, die aber teilweise ganz unterschiedliche Eigenschaften aufweisen. So rangiert die Blaufichte nach der Nordmanntanne auf Platz zwei in Deutschland, aber auch sie zeichnet sich durch eine lange Haltbarkeit aus. Der Unterschied: Ihre Nadeln sind sehr spitz, so dass Kinder und Katzen in der Regel die Nähe zum Baum meiden.

Gleichfalls großer Beliebtheit erfreut sich die Colorado-Tanne mit ihren sehr langen und gekrümmten Nadeln; die Farben schwanken zwischen blaugrau, silbern und dunkelblau. Ein großer Pluspunkt: Die Haltbarkeit dieses nordamerikanischen Baums ist außergewöhnlich gut. Immer öfter taucht an den Weihnachtsbaum-Verkaufsstellen auch die Kork-Tanne auf. Ihre Äste besitzen rundherum weiche Nadeln und duften äußerst intensiv.

Viel Geduld und Arbeit nötig

Damit es jedes Jahr wieder Weihnachtsbäume zu kaufen gibt, brauchen Züchter viel Arbeit und Geduld. „Die meisten Leute wissen gar nicht, wie alt die Bäume sind, die sie an Weihnachten kaufen“, sagt Harald Müller vom „Arbeitskreis heimischer Christbaum Baden-Württemberg“. Sein Argument: Während die Bäume in anderen Ländern schon Wochen vor Weihnachten gefällt und dann exportiert werden, hat sich der Arbeitskreis die Verpflichtung auferlegt, mit dem Schlagen der heimischen Bäume nicht vor dem 24. November zu beginnen.

Während bis in die 1950er Jahre die Bäume vorwiegend als Nebenprodukt aus heimischer Waldwirtschaft stammten, kommen heute die meisten der rund 25 Millionen deutschen Weihnachtsbäume aus Plantagen. Bei der Erzeugung werden oft Insektizide, Herbizide und Fungizide eingesetzt. Etwa ein Fünftel der in Deutschland verkauften Christbäume stammt aus dem Ausland, aus Dänemark und Irland.

„Umweltfreundlichen“ Baum kaufen

Einige Tipps für den „umweltfreundlichen“ Einkauf des Weihnachtsbaumes hält das Bayerische Landesamt für Umwelt parat. So können Interessierte einfach beim nächsten Forstrevier nach Weihnachtsbaum-Verkäufen oder der Möglichkeit, selbst einen Baum zu schlagen, nachfragen. Auch über Waldbesitzervereinigungen könne man Christbaumanbieter in der Nähe suchen und weite Transportwege vermeiden.

Zudem raten die bayerischen Experten zu Weihnachtsbäumen mit Gütesiegel des „Forest Stewardship Council – FSC Deutschland“: In FSC-zertifizierten Wäldern dürfen keine Düngemittel oder Pestizide eingesetzt werden, keine Kahlschläge erfolgen und fremdländische Baumarten nicht dominieren.



Weihnachtsmärkte

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