Vom Handwerkermarkt bis Öko-Shopping

Im Dezember haben rund 60 Weihnachtsmärkte in Berlin geöffnet

Es gibt viele Dinge, die man im winterlichen Berlin erleben kann: Zum Beispiel sich vom Staatsballett Berlin mit dem „Nussknacker“ verzaubern lassen oder bei einem Bummel über die vielen Weihnachtsmärkte Plätzchen kaufen, die wie frisch aus Omas Ofen schmecken.

Weihnachtsmärkte haben eine lange Tradition in Berlin. Schon im 16. Jahrhundert verkauften Händler gegen ein paar Groschen Honigkuchen und „Syrupteiggebäck“ auf dem Petriplatz. Heute haben die Besucher die Wahl zwischen rund 60 Weihnachtsmärkten. Manche bestehen nur aus ein paar festlich beleuchteten Buden rund um einen Platz, andere wiederum sind so groß, dass ein Nachmittag kaum reicht, um alles zu entdecken.

Groß und zugleich stimmungsvoll ist der Weihnachtsmarkt in der Spandauer Altstadt. Zwischen den historischen Bauten verkaufen mehr als 250 Händler Kunsthandwerk, Weihnachtsschmuck und Spezialitäten wie Dresdner Christstollen und Lebkuchenherzen. Etwas ganz Besonderes für Kinder ist die große Weihnachtskrippe mit lebenden Schafen an der Spandauer Kirche St. Nikolai.

Historischer Handwerkermarkt

Wer etwas über die Geschichte Spandaus erfahren will, der ist auf dem historischen Handwerkermarkt am Reformationsplatz richtig. Hier begrüßen verkleidete Burgwachen die Besucher vor einem steinernen Tor. Dahinter kann man Schmieden und Gauklern bei ihrem Handwerk zusehen. Einmal in der Woche findet sogar ein mittelalterlicher Pestumzug statt.

Die wahrscheinlich imposanteste Kulisse der Stadt bietet der Weihnachtsmarkt auf dem Gendarmenmarkt. Das Konzerthaus und der französische Dom strahlen im Scheinwerferlicht. Dazwischen ist eine kleine Zeltstadt aufgebaut, in der Händler Kunsthandwerk der edelsten Sorte verkaufen. Wer handgeschnitzte Krippen, mundgeblasenes Glas oder detailverliebte Nachbauten historischer Dampfmaschinen sucht, wird hier fündig. Es macht aber auch Spaß, den Handwerkern mit einem Glühwein in der Hand bei ihrer Arbeit zuzusehen.

Klein, fein und umweltfreundlich

Klein, fein und vor allem umweltfreundlich geht es beim Weihnachtsmarkt in der Sophienstraße in Berlin Mitte zu. In Berlins ältester erhaltener Straße bieten rund 50 Händler Schönes aus fairem Handel und ökologischer Produktion. Hier geht es ein bisschen ruhiger und alternativer zu, als auf den übrigen Berliner Weihnachtsmärkten. Für die Kinder gibt es Apfel-Holunderpunsch. Erwachsene können Bioglühwein direkt vom Weinhändler probieren.

Wer wirklich ungewöhnliche Weihnachtsgeschenke sucht, sollte an diesem Wochenende im Postbahnhof die "Holy.Shit.Shopping.Lounge" besuchen. Dieser Designmarkt versammelt jedes Jahr das Beste aus Berlins junger Mode-, Grafik- und Schmuckdesigner-Szene. Hier kann man ein Stück Berliner Streetart für zuhause kaufen, kultverdächtige Umhängetaschen aus LKW-Plane oder witzig bedruckte Designerbettwäsche. Die Preise sind fair und ein DJ sorgt für Partystimmung.

Winterzeit ist Märchenzeit

Der Winter ist die Zeit der Märchen und das spiegelt sich auch im Programm der Theater und Opern wieder. Die Staatsoper Unter den Linden zeigt ab dem 19. November 2010 in ihrem Übergangsquartier im Schillertheater den „Gestiefelten Kater“. Für die „Oper für Menschen ab 6 Jahren“ sind eigene Nachmittags- und Vormittagsvorstellungen eingeplant. Eine echte Feiertagstradition ist auch ein Besuch im Staatsballett. „Der Nussknacker“ lässt Schneeflocken und Kuchenkinder tanzen. Und nebenbei erzählen die Tänzer eine wunderschöne Liebesgeschichte. Romantik und Poesie stehen auch im Mittelpunkt des Roncalli Weihnachtszirkus im Tempodrom. Um das Herz ihrer Angebeteten zu erringen, setzten Seilkünstler und Trampolin-Artisten die Naturgesetze außer Kraft.

Bei einem Besuch der Märchenhütte in Berlin-Mitte bezaubert schon die Lage des Theaters. Auf dem Dach eines Bunkers im Monbijoupark haben die Macher eine alte polnische Blockhütte aufgebaut. Man sitzt zusammengekuschelt auf Bierbänken, über dem Bollerofen brodeln Glühwein und Suppe und auf der Bühne spielen die Schauspieler des Hexenkessel Hoftheaters Märchenklassiker in moderner Form. Wer die Märchenhütte nach einer Stunde wieder verlässt, staunt, dass da draußen kein verschneiter Märchenwald, sondern eine pulsierende Stadt liegt. Jede Stunde beginnt eine neue Vorstellung – perfekt zum Aufwärmen zwischen Sightseeing und Shopping.

Silvester-Open-Air-Party

Und wer überlegt, Silvester und die Neujahrstage in Berlin zu verbringen, der kann vor dem Brandenburger Tor die größte Silvester-Open-Air Party der Welt erleben. Auf zwei Kilometern Länge sind Konzertbühnen, Lichtinstallationen und Stände aufgebaut. Im vergangenen Jahr feierten rund eine Million Menschen zusammen ins neue Jahr. Weitere winterliche Veranstaltungen sowie Informationen zum „Winter in Berlin“ finden Sie unter weihnachteninberlin.de.



Weihnachtsmärkte

Wir haben sie! Die Termine der wichtigsten Weihnachtsmärkte rund um den Globus: