Glanzpunkte im Advent

Mit seinen Jahrhunderte alten Traditionen gilt Sachsen als das Weihnachtsland

Das Weihnachtsland Sachsen bietet viel, um auf das Fest des Jahres einzustimmen. Die feierlich geschmückten Weihnachtsmärkte Sachsens locken mit zahlreichen Ereignissen zu einem winterlichen Aufenthalt zwischen Pleiße und Neiße. Die sächsischen Regionen haben sich einiges einfallen lassen, um ihren Gästen die kalte Jahreszeit so angenehm wie möglich zu machen.

Kaum ein anderer Landstrich in Sachsen ist für seine weihnachtlichen Rituale so bekannt wie das Erzgebirge – und für seine weltweit einzigartige Tradition der Holzkunst- und Spielzeugherstellung. In einer Vielzahl der heute noch erhaltenen 1.600 Handwerksbetriebe kann man den Handwerksmeistern bei ihrer Arbeit über die Schultern schauen.

Hier erlebt man die alten Bräuche und Traditionen in unmittelbarer Nähe: das Reifendrehen in einer Seiffener Spielzeugmacherwerkstatt, das Spitzenklöppeln in einer Annaberger Stube oder die Kurrendekinder, die von Haus zu Haus ziehen, künden von der weihnachtlichen Botschaft. Auch der Begriff „Hutznohmd“ wird lange in der Erinnerung bleiben, wenn in fröhlicher Runde die Männer Schnitzen und die Frauen Klöppeln.

Anschieben der Weihnachtspyramide

Besonders ergreifend sind die alle Jahre stattfindenden Bergparaden und -aufzüge in den Hochburgen des ehemaligen Bergbaus in Annaberg-Buchholz, Brand-Erbisdorf, Thum, Geyer, Marienberg und Ehrenfriedersdorf. Das Anschieben der großen Weihnachtspyramide in der Bergstadt Annaberg-Buchholz etwa oder das Schneeberger Lichtelfest lassen nicht nur Kinderaugen leuchten. Höhepunkt der erzgebirgischen Weihnacht ist das traditionelle Festessen „Neunerlei“, das traditionell am Heiligen Abend gereicht wird. Dieses Essen besteht nach allgemeinem Brauch aus sieben, aber meistens neunerlei Speisen. Sie symbolisieren Erinnerungen, Wünsche und zeigen her, was man geschaffen hat.

Seiffen hat sich in ein einziges Weihnachtsdorf verwandelt und erfreut bis 19. Dezember die Besucher mit einem eindrucksvollen Weihnachtsmarkt, der in diesem Jahr bereits sein 20. Jubiläum feiert. Die mehr als 60 Verkaufsstände, welche die Straßen im festlich geschmückten Ortszentrum säumen, zaubern genauso wie die zahlreichen Fachgeschäfte, die täglich zum Schauen und Kaufen einladen, eine einzigartig stimmungsvolle Atmosphäre. Infos gibt es hier.

Romantische Meißner Weihnacht

Der historische Meißner Marktplatz mit dem spätgotischen Rathaus, den Renaissancebürgerhäusern und der Frauenkirche bildet im Advent die stimmungsvolle Kulisse für den romantischen Weihnachtsmarkt. Aus festlich geschmückten Marktständen bieten die Händler ihre Weihnachtsware feil. Die Kirchen, Vereine und Kultureinrichtungen der Stadt bieten ein abwechslungsreiches Angebot an weihnachtlichen Veranstaltungen. Ob Adventsmusik in der Frauenkirche, Märchenaufführungen im Theater oder die weihnachtliche Ausstellung im Stadtmuseum, alles ist in wenigen Minuten zu Fuß vom Weihnachtsmarkt aus erreichbar. Meißens prächtiger Rathausbau verwandelt sich zur Weihnachtszeit in einen riesigen Adventskalender, der hinter großen blauen Fensterläden 24 weihnachtliche Überraschungen verbirgt. Diese kommen zum Vorschein, wenn bis zum 24. Dezember täglich ein Fenster geöffnet wird. Dabei werden wertvolle Preise wie Meissener Porzellan oder ein Wellness-Wochenende verlost. Eine abwechslungsreiche Bühnenshow neben dem Rathausportal umrahmt das vorweihnachtliche Markttreiben. Ausführliche Informationen finden Sie hier.

Historischer Leipziger Weihnachtsmarkt

Der Leipziger Weihnachtsmarkt erfreut sich Jahr um Jahr zunehmender Beliebtheit auch bei internationalen Gästen. In den bewährten sechs Marktbereichen findet er in diesem Jahr noch bis 22. Dezember statt. Die Tradition des Leipziger Weihnachtsmarktes reicht bis in das Jahr 1458 zurück. Damit zählt er zu den ältesten Weihnachtsmärkten Deutschlands.

Wie vor 500 Jahren fügt sich der Leipziger Weihnachtsmarkt auch heute harmonisch in die faszinierende historische Kulisse der Leipziger Innenstadt ein. Mit über 250 originell geschmückten Ständen wird er seinem Ruf als einer der größten und schönsten Weihnachtsmärkte in Deutschland gerecht. Traditioneller Hauptbereich des Weihnachtsmarktes ist der Marktplatz. Dort befinden sich auch eine etwa 20 Meter hohe sächsische Fichte und die Marktbühne mit ihrem umfangreichen Weihnachtsprogramm.

Der historische Weihnachtsmarkt „Alt Leipzig“ bringt den Besuchern auf dem Naschmarkt die Kunst- und Handwerkstraditionen Leipzigs nahe. Auf dem Augustusplatz präsentiert sich ein finnisches Dorf mit landestypischen Köstlichkeiten und Kultur. Ein besonderes Erlebnis 2010 ist die Bergparade des Sächsischen Landesverbandes der Bergmanns-, Hütten- und Kappenvereine e.V. am 18. Dezember, die mit einem festlichen Abschlusskonzert der Bergmusiker auf dem Augustusplatz ausklingt.

Der Leipziger Weihnachtsmarkt ist durchgehend von 10 bis 21 Uhr geöffnet. Bis 22 Uhr darf „ausgetrunken“ werden. Näheres dazu unter: www.leipzig.de/weihnachtsmarkt.

Erzgebirgische Weihnacht

Im vergangenen Jahr vom MDR zum schönsten Weihnachtsmarkt Sachsen gekürt, hat der Chemnitzer Weihnachtsmarkt 2010 bis 23. Dezember seine Tore geöffnet und bietet erzgebirgische Weihnachtstraditionen, soweit das Auge reicht. Eine zwölf Meter hohe fünfstöckige Weihnachtspyramide, ein fünf Meter hoher Schwibbogen, eine ebenfalls überdimensionale Spieldose und weitere erzgebirgische Traditionsfiguren wie Nussknacker, Bergmann und Engel stehen für das typische Kunsthandwerk der Region. An rund 200 Holzhütten rund um das Rathaus kann man neben weihnachtlichen Leckereien und Baumschmuck vor allem traditionelle erzgebirgische Volkskunst zu kaufen. Auf dem Mittelaltermarkt mit zeigen historisch gekleidete Handwerker alte Handwerkstechniken. Informationen: www.weihnachten-chemnitz.de.



Weihnachtsmärkte

Wir haben sie! Die Termine der wichtigsten Weihnachtsmärkte rund um den Globus: