Bergadvent mit allen Sinnen

Die Wildschönau in Tirol beschert Stimmung statt Stress

Advent, Advent, ein Lichtlein brennt. Und in der Tiroler Wildschönau wird den Besinnungssuchenden sogar richtig warm ums Herz, wenn sie durch das Hochtal schlendern und die weihnachtliche Vorfreude mit der kalt-klaren Luft einatmen. In aller Seelenruhe stimmen sich die Einheimischen musikalisch, kulinarisch und kulturell auf das große Fest ein.

Sie freuen sich über jeden, der dem Geschenke-Stress ade sagt und am Advents-Wochenende 3. und 4. Dezember lieber ins uralte Bergbauernmuseum „z’Bach“ kommt, um hier den Tiroler Bergadvent traditionell mit allen Sinnen zu genießen: Köstliche Schmalznudeln, heimische Lieder, verlockende Düfte und allerhand Sehenswertes wie Krippen und Kunsthandwerker, die sich über die Schultern schauen lassen, machen die Vorweihnachtszeit à la Wildschönau erlebbar.

Mystik der Berge

Wer nach dem Besuch beim Tiroler Bergadvent noch ein bisschen in sich gehen möchte, folgt dem drei Kilometer langen Franziskusweg, der direkt am Bergbauernmuseum beginnt und die beiden Dörfer Niederau und Oberau verbindet. Unterwegs treffen die Sinneswandler dann die Liebe, die Sonne, Mutter Erde und sogar das Universum – allesamt bronzene Skulpturen, die den Sonnengesang des Franz von Assisi verkörpern. Nach Einbruch der Dunkelheit werden die Skulpturen sanft beleuchtet und entfachen inmitten der Bergwelt eine ganz besondere Mystik, die so manchen tief berührt.

Mitten ins Herz zielen auch die Fackelwanderungen, Schneeschuhtouren und Pferdekutschenfahrten, die sogar Weihnachtsmuffel in Stimmung bringen. Tief verschneite Wälder, winterliche Stille und das Gefühl, sich selbst ein bisschen näher zu kommen, zeichnen die besinnlichen Wochen des Jahres im Angesicht der Kitzbüheler Alpen aus. Hier scheint die Zeit noch nicht zu rennen und mit ein bisschen Glück lässt sich das gelebte Brauchtum beobachten, das in den Dörfern noch heute bewahrt wird.

Als Hirten verkleidet

So ziehen etwa die „Anklöpfler“ von Haus zu Haus. Die zumeist als Hirten verkleideten Männer klopfen an Türen und Fenster, um mit Gedichten und Gesang die Geburt Jesu zu verkünden. Als Gegenleistung gibt’s eine milde Gabe oder sogar einen wärmenden Krautinger-Schnaps, der übrigens nur in der Wildschönau gebrannt werden darf.

Verwunderte Blicke ernten Einheimische, die an Weihnachten „Rauchen gehen“. Denn hierbei geht man nicht kurz vor die Tür, um eine Zigarette zu rauchen, sondern segnet seine Räume und Stallungen. Bei diesem Brauch, den auch heute noch nahezu alle Talbewohner zelebrieren, werden Herd-Asche und Weihrauchkügelchen in eine Pfanne gefüllt, die dann betend durchs und ums Haus getragen wird. Das Prozedere findet drei Mal statt: an Weihnachten, Silvester und Dreikönig.

Weitere Ausführliche über die Wildschönau finden Sie
hier
.



Weihnachtsmärkte

Wir haben sie! Die Termine der wichtigsten Weihnachtsmärkte rund um den Globus: