Weltweit größter Adventskalender

Tradition des Leipziger Weihnachtsmarkts reicht bis 1458 zurück

Die Tradition des Leipziger Weihnachtsmarktes reicht bis in das Jahr 1458 zurück. Damit gilt er als zweitältester Weihnachtsmarkt in Deutschland.

Seit Jahren strömen die Besucher in das Böttchergässchen, wo der mit 857 Quadratmetern weltweit größte Adventskalender die Besucher anzieht. In diesem Jahr steht er unter dem Motto „20 Jahre Mitteldeutscher Rundfunk“. Bis zum 24. Dezember wird täglich um 16.30 Uhr (am Heiligabend um 11 Uhr) eines der 3 mal 2 Meter großen Fenster geöffnet, die von Leipziger Schülerinnen und Schülern gestaltet wurden.

Die erste nachweisbare Erwähnung des Leipziger Weihnachtsmarkts erfolgte im „Leipzigschen Geschichtsbuch“ (1714) durch Johann Jacob Vogel: „Anno 1458 hat Churfürst Friedrich Marggraff zu Meissen und Hertzog zu Sachsen den Weynachtsmarckt öffentlich ausgeschrieben und die Stadt wegen der geleisteten treuen Dienste so Ihme von dem Rathe und der Bürgerschaft erweisen damit begnadiget.“ Wie damals passt der Markt heute perfekt zur historischen Kulisse der Leipziger Innenstadt.

Über 250 Verkaufsstände

Über 250 Stände offerieren viele Leckereien wie ofenfrische Brezeln, Pulsnitzer Lebkuchen, Leipziger Glühwein oder Marillen-Punsch. Besonders begehrt sind der erzgebirgische Weihnachtsschmuck sowie die große Auswahl an Spielwaren, Keramik und Gewürzen.

Hauptsächlich spielt sich das Geschehen auf dem Marktplatz ab. Dort erhebt sich eine etwa 20 Meter hohe Fichte, die aus der Region stammt. Daneben liegt die Bühne, die ein abwechslungsreiches Programm bietet. Besucher sollten es nicht versäumen, den traditionellen Posaunenbläsern zu lauschen, die vom Balkon des Alten Rathauses (täglich 18 Uhr, sonnabends und sonntags 13 Uhr und 18 Uhr) musizieren. Der weltberühmte Thomanerchor tritt in der Adventszeit mit Konzerten in der Thomaskirche auf.

Riesenrad und historisches Karussell

Ein 38 Meter hohes Riesenrad auf dem Augustusplatz ermöglicht den Blick aus luftiger Höhe über Leipzig. Kinderaugen strahlen, wenn sie das historisch nachempfundene Etagenkarussell im Salzgässchen sehen. Kinderfreundlichkeit wird auf dem Leipziger Weihnachtsmarkt groß geschrieben: Der Märchenwald an der Thomaswiese bietet viele Erlebnisbereiche, der Weihnachtsmann hält Mittwoch bis Freitag seine Sprechstunden auf der Marktbühne und in der Wichtelwerkstatt im Stadtbüro Katharinenstraße kommen die Kleinsten voll auf ihre Kosten.

Aber auch die Großen finden neben dem originellen und in seiner Vielfalt einzigartigen Warenangebot noch viele weitere Höhepunkte. Die Kunst- und Handwerkstraditionen Leipzigs erleben Besucher auf dem historischen Weihnachtsmarkt „Alt Leipzig“. Köstlichkeiten aus Finnland wie Flammlachs und „Glögi“ warten im finnischen Dorf auf dem Augustusplatz. Nebenan gehört bereits seit 1962 die Ausstellung des Modelleisenbahnvereins (MEV) „Friedrich List“ Leipzig e.V. zu den Attraktionen in der Weihnachtszeit.

Der Leipziger Weihnachtsmarkt ist Montag bis Sonntag durchgehend von 10 bis 21 Uhr geöffnet. Bis 22 Uhr darf „ausgetrunken“ werden. In der Tourist-Information ist ein Prospekt mit dem Veranstaltungsprogramm rund um den Leipziger Weihnachtsmarkt erhältlich. Weitere Informationen findet man unter www.leipzig.de und www.leipzigerweihnachtsmarkt.de.



Weihnachtsmärkte

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